Meldeadresse Bei Umzug Ins Wohnmobil

  • by Susan Wilson
  • Jan 27,2019
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Die Meldeadresse bei Umzug ins Wohnmobil ist oft ein großes Problem. Welche Möglichkeiten es gibt und wie das mit der Post funktioniert erfährst Du hier!

Wenn Du in Deutschland umziehst, hast Du die Pflicht, Dich innerhalb von 14 Tagen an Deinem neuen Wohnort anzumelden. Dies regelt das Bundesmeldegesetz (BMG). Auch wenn Du Dich entschließt in einem Wohnmobil zu leben, musst Du Deiner Meldepflicht nachkommen, sonst hast Du mit einer Geldbuße von bis zu 1000 Euro zu rechnen.


Bei Umzug gilt also:
  • Anmeldung an neuer Adresse in Deutschland innerhalb 14 Tagen
  • Abmeldung aus Deutschland innerhalb von 14 Tagen
  • Meldung unter dem Term „ohne festen Wohnsitz“

MELDUNG
„OHNE FESTEN WOHNSITZ“


Theoretisch wäre „ohne festen Wohnsitz“ die richtige Anmeldeform für Menschen in einem Zuhause auf Rädern und man bekommt dies auch ohne weiteres im Adressfeld des Personalausweises eingetragen. Die Meldung „ohne festen Wohnsitz“ bringt allerdings einiges an Problemen mit sich.

Ohne festen Wohnsitz kannst Du im Nachhinein kein Wohnmobil in Deutschland zulassen.

ACHTUNG UPDATE!!!

Wie Du ohne Wohnsitz in Deutschland ein Wohnmobil auf Deinen eigenen Namen anmelden kannst, das erfährst Du in diesem Artikel:

LOS GEHT’S!
Meldeadresse bei Umzug ins Wohnmobil - einiges ist zu regeln!

Ein Gewerbe anzumelden, um von unterwegs Geld zu verdienen, wird fast unmöglich. Es ist im Deutschen System nicht vorgesehen, dass jemand ohne Obdach ein Geschäft gründet. Es braucht schon Einiges an geschäftlicher Spitzfindigkeit um möglicher Weise zu gründen, wie jemand dies tun würde, der einen Wohnsitz im Ausland hat. Dafür brauchst Du auf jeden Fall einen Geschäftsbevollmächtigten mit ladefähiger Adresse in Deutschland. Vollkommen Wohnsitzlos wird dies aber nochmal etwas schwieriger.

Doch dies sind nicht alle Hürden, die Du damit zu nehmen hättest, denn Du manovrierst Du Dich mit der Meldung „ohne festen Wohnsitz“ in den Bereich einer stark ausgegrenzten Randgesellschaft – gilst offiziell als Obdachlos. Somit stellt dies keine wirklich empfehlenswerte Option dar.


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MELDEADRESSE
BEI FAMILIE
ODER FREUNDEN


Bis zum in Kraft treten des neuen Bundesmeldegesetzes Ende 2015, ist es eine recht einfache Sache gewesen, sich bei Familie oder Freunden anzumelden.

Seit der Änderung ist der Wohnungsgeber nun jedoch verpflichtet, dem Meldeamt den Einzug der Person zu bestätigen.

Wohnungsgeber können dabei der Vermieter, aber auch der Hauptmieter einer Wohnung sein, wenn Du bei ihm zur Untermiete einziehst. In diesem Fall muss der Mieter natürlich mit dem Vermieter abklären, ob er überhaupt jemanden bei sich wohnen lassen darf. Bei einem Lebenspartner darf der Vermieter die Zustimmung unter normalen Umständen nicht verweigern, doch die Gründung einer WG setzt seine Erlaubnis voraus. Falls er zustimmt, sollte man auch bedenken, dass dies natürlich höhere Nebenkosten usw. nach sich zieht.


WICHTIG ZU WISSEN!

Wer jemandem eine so genannte Wohnungsgeberbescheinigung erteilt und ihm somit eine Meldeadresse gibt, ohne dass derjenige tatsächlich einzieht oder einziehen will, muss mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro rechnen!


Natürlich kann nicht von Dir verlangt werden, dass Du Dich ständig an Deiner Meldeadresse aufhältst. Du darfst also sehr wohl auch für längere Zeit in Deinem Camper unterwegs sein. Trotzdem sollte auch wirklich Wohnraum für Dich bereitstehen. Zumindest ein Schlafsofa und einige persönliche Dinge von Dir, sowie ein Untermietsvertrag vorhanden sein. Eine eigene Küche oder eigenes Bad braucht es nicht, diese Einrichtungen dürfen (wie in jeder WG) gemeinsam genutzt werden.

Auf diese Weise sind sowohl Du (Wohnraum, wenn Du ihn tatsächlich dringend brauchst), sowie Dein Vermieter in Bezug auf Scheinanmeldung rechtlich auf der sicheren Seite.


MELDEADRESSE
AUF EINEM CAMPINGPLATZ


Die Bestimmungen, die mit dem Bundesmeldegesetz in Kraft getreten sind, machen es also wesentlich schwieriger, jemanden zu finden, bei dem man sich „mal so eben“ anmelden und dann auf Tour gehen kann.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, Dich auf einem Campingplatz anzumelden. Wichtig ist, dass der betreffende Campingplatz eine Anmeldung als Hauptwohnsitz zulässt, bzw zulassen darf! Er muss dafür nämlich ganz bestimmte und strenge Voraussetzungen erfüllen. Tut er dies nicht, bekommst Du folglich natürlich wieder keine Wohnungsgeberbescheinigung.

Leider sehen die Länder Campingplätze mit Anmeldung als Hauptwohnsitz gar nicht gerne, vor allem NRW macht dagegen mobil. Einen geeigneten Platz zu finden, wird also in Zukunft leider ebenfalls eher schwieriger werden.


ABMELDUNG AUS DEUTSCHLAND


Wartet irgendwo Wohnraum auf Dich (z.B. in der Wohnung der Eltern), könntest Du argumentieren, dass Du vorhast, diesen bald wieder zu nutzen und dort gemeldet bleiben, selbst wenn dieser vielleicht sogar untervermietet ist. Es muss jedoch kenntlich sein (durch persönliche Gegenstände, Möbel usw…), dass dies DEIN Wohnraum ist.

Ansonsten musst Du Dich spätestens 14 Tage nach dem Auszug aus einer Wohnung bei der Meldebehörde abmelden, wenn Du Dich nicht unter einer neuen Adresse im Inland anmeldest!

Kein Hauptwohnsitz in Deutschland“ wird in diesem Fall in Deinem Pass eingetragen.

Der große Unterschied zu der Eintragung „ohne festen Wohnsitz“, liegt darin, dass Du als „Obdachloser“ wenigstens noch Anspruch auf gewisse soziale Leistungen geltend machen kannst, sofern Du wenigstens noch eine Postadresse (stellen z.B. Streetworkprojekte, Drogenberatungsstellen oder Obdachlosenhilfen zur Verfügung) vorweisen kannst.

Sobald Du Dich abmeldest, bist Du vom Deutschen Sozialsystem ausgeschlossen. Einzig Dein Anspruch auf bereits erwirtschaftete Rente bleibt bestehen.

Die Abmeldung macht Dich also durch wegfallende Pflichten auf der einen Seite freier, auf der anderen Seite gibst Du auch viele, wertvolle Rechte und soziale Absicherung auf.


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POST EMPFANGEN


Egal, wo Du Dich meldest, Du solltest dafür sorgen, dass wichtige Post Dich erreicht! Hast Du eine Meldeadresse, wird genau davon nämlich ausgegangen und behördliche Zustellungen, Rechnungen oder der Gleichen, gelten bei Zustellung an die Adresse als ausgehändigt – wenn Du nicht da bist, um darauf zu reagieren, hast Du unter Umständen bald ein sehr großes Problem.

Die beste Lösung ist, wenn sich Deine Meldeadresse bei Umzug ins Wohnmobil bei einer Vertrauensperson befindet, die sich um Deine Post kümmert. Dir muss natürlich klar sein, dass diese Person all Deine vertraulichen Dokumente zu sehen bekommt und dass es sich um einen echten Verlassmenschen handeln muss, der Dich zeitnah über wichtige Fristen o.ä. informiert, die Dich per Post erreichen.

Für die betreffende Person bedeutet dies natürlich einen gewissen Aufwand und auch Verantwortung. Erklärt sich niemand dafür bereit, gibt es Dienstleister wie Dropscan, die Dir das Leben erleichtern. Deine Briefe gehen hierbei per Nachsendeauftrag an ein Postfach in Berlin. Dort werden sie eingescannt und Du kannst Du die Sendungen dann jederzeit online abrufen und entscheiden, wie der Dienstleister weiter damit umgehen soll.


ACHTUNG EINSCHRÄNKUNGEN!

Dienste wie Dropscan sind super praktisch, haben aber auch ihre Grenzen: Behördliche Zustellungen wie zum Beispiel von einem Gericht oder dem Finanzamt gehen NUR an eine Meldeadresse und können von Amts wegen auch gar nicht nachgesendet (also an Dropscan geleitet) werden!


Hast Du eine Meldeadresse in Deutschland, solltest Du dort dringend auch einen Briefkasten mit Deinem Namen haben, um sicherzustellen, dass Dich wichtige Dinge erreichen können. Tun sie es das nicht, kann das böse Konsequenzen haben.

Dazu kommt, dass man sich auf Nachsendeaufträge nicht zu 100% verlassen sollte … eigene Erfahrung.

ALLE INFOS ZUM THEMA:

Postzustellung ohne Briefkasten!

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Geschäftsadresse mieten – Wozu und wie geht das?

KEINE RECHTSBERATUNG

Natürlich kann dieser Artikel nur eine grobe Orientierung bieten, die auf unseren persönlichen Erfahrungen und Recherchen beruhen. Wir sind keine Juristen und das Thema Meldeadresse bei Umzug ins Wohnmobil kann je nach persönlicher Ausgangssituation extrem vielschichtig sein. Zuweilen sogar Auslegungssache der jeweiligen Sachbearbeiter und zuständigen Ämter.

Wir freuen uns, wenn Du den Arikel mit wissenswerten Informationen ergänzen möchtest und versuchen Dir bei Fragen zu dem Thema gerne weiter zu helfen. Schreib uns dazu doch einfach in die Kommentare, wir freuen uns!


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